34 Fahrzeuge des Typs 14 Tr (VI. Serie) waren zwischen 1983 und 2018 auf den Straßen Opavas unterwegs. Der erste Vierzehner wurde nach Opava bereits gegen Ende des Jahres 1982 geliefert, die letzten beiden kamen 1997 nach Opava und waren eigentlich für das ferne Turkmenistan vorgesehen.

 

Im Unterschied zu einer Reihe anderer tschechoslowakischer Städte entschied Opava sich nicht gegen den Obusbetrieb, sondern war sich der Vorteile dieses Verkehrsmittels stets voll bewusst. Der Ausbau des Obus-Netzes wurde allerdings stark eingeschränkt und in der zweiten Hälfte der 1970er Jahre war überhaupt nicht klar, in welcher Gestalt die Erneuerung des Wagenparkes geschehen soll. Letztlich änderte sich aber die Position gegenüber den Obussen und Opava erwartete, das nun ein rasanter Aufbruch folge. Die Pläne wurden jedoch nur zu einem sehr kleinen Teil umgesetzt, neue Obusse allerdings warteten auf Opava.

Der allererste Škoda 14 Tr wurde gegen Ende des Jahres 1982 geliefert, den Linienbetrieb mit Fahrgästen nahm das Fahrzeug jedoch erst im Januar 1983 auf. Das genaue Datum des Ersteinsatzes lässt sich heute leider nicht mehr feststellen, anhand einiger Photographien kann aber der 21. 1. 1983 als Tag des Ersteinsatzes gelten, eventuell erfolgte dieser aber auch schon ein paar Tage zuvor.

Die Obusse Škoda 14 Tr Nr. 71 und 53 sind dem Bus Karosa ŠM 11 Nr. 92 am 10. 6. 1992 in der ehemaligen Schleife „Jaktař“ begegnet. (Foto: Zdeněk Nesiba)

Die Beschaffung neuer Obusse des Typs 14 Tr setzte sich bis 1990 fort (mit Ausnahme der Jahre 1985 und 1987), danach stockte die Lieferung neuer Obusse für einige Jahre. Der Grund waren die sozioökonomischen Veränderungen nach dem Jahr 1989 und die avisierte Übertragung des Eigentumes des Verkehrsbetriebes Opava vom Staat zur Stadtgemeinde. Erst ab dem Jahr 1995 gelang der Kauf weiterer „Vierzehner“ und das bereits in der modernisierten Variante, entworfen vom Architekten Patrik Kotas. Die letzten beiden 14 Tr erhielt Opava im Jahr 1997. Es handelte sich um Fahrzeuge, die für die turkmenische Hauptstadt Ašgabat vorgesehen waren. Der Kunde nahm die Fahrzeuge jedoch nicht ab, sodass Opava sie mit Vorteil erwerben konnte.

Von den 34 Škoda 14 Tr in Opava (Fahrzeugnummern 49 – 82) entsprachen zehn der modernisierten Ausführung 14 TrM (Fahrzeugnummern 73-82). Außerdem war mit den Obussen 50 und 52 eine weitere Modernisierungsvariante im Bestand, die Modernisierung führte PARS nova in Šumperk in den Jahren 1999 – 2001 durch, der Verkehrsbetrieb führte beide Fahrzeuge danach als 14 TrR. Es handelte sich um die beiden einzigen Obusse, die in Šumperk modernisiert wurden, somit handelte es sich um Unikate in der gesamten Tschechischen Republik.

Längst nicht mehr alle 14 Tr sind im Einsatz einzutreffen. Das erste Fahrzeug aus dem Jahre 1983 wurde bereits 1996 ausgemustert, das heißt vor der Lieferung der letzten Fahrzeuge. Eine größere Ausmusterungswelle konnte nach 2003 beginnen, als die Erneuerung des Fuhrparks mit Niederflurobussen begann. Ein nicht unbedeutender Teil der Flotte fand einen neuen Eigentümer. Weit weg verschlug es sechs 14 Tr (53-56, 59, 62) – bis nach Almaty in Kasachstan. Obusse aus Opava sind jedoch auch in der litauischen Hauptstadt Vilnius (65, 66, 68 und 69) anzutreffen, wie auch im ukrainischen Riwne (64, 67 und 71) und im ukrainischen Ternopil (60, 61, 63).

Der Obus mit der Nummer 58 aus dem Jahr 1986 ist seit seiner Abestellung 2005 im Depot Kylešovice hinterstellt und als Museumswagen vorgesehen. Heute ist das Fahrzeug jedoch nicht fahrfähig und wartet auf eine Aufarbeitung. Weitere Trolleybusse 14 Tr mussten im Oktober 2013 nach dem Feuer im Depot Kylešovice ausgemustert werden (77 und 81). Beschädigt wurden dabei weitere Fahrzeuge, die allerdings aufgearbeitet wurden. Heute sind in Opava noch acht Obusse 14 TrM aus den Jahren 1995 und 1996 unterwegs. Mit dem Einsatz neuer Niederflurobusse des Typs Škoda 32 Tr endet zugleich der Betrieb der letzten Hochfluromnibusse. Die symbolische Verabschiedung mit einem reichhaltigen Programm wird am 10. 11. 2018 stattfinden.